Smartphone-Voyeurismus in Europa: Einblicke in «unbeabsichtigtes Publikum» vor unseren Screens
Europäer:innen mögen ihre Smartphones für privat halten – doch in der Öffentlichkeit haben sie oft ein unbeabsichtigtes Publikum. Eine neue, von Samsung beauftragte Umfrage1 offenbart einen klaren Widerspruch: Während knapp die Hälfte (42 %) der Befragten glaubt, dass ihre Smartphone-Nutzung in der Öffentlichkeit privat ist, sagen 45 %, dass es einfach ist, den Bildschirm einer fremden Person neben sich zu sehen.
Diese Bewusstseinslücke führt zu einer neuen Realität, dem «unbeabsichtigten Publikum».

Wer ist das «unbeabsichtigte Publikum»?
Das «unbeabsichtigte Publikum» besteht aus Menschen, die den Smartphone-Bildschirm einer anderen Person sehen, wenn sie unterwegs sind. Es ist nicht geplant und oft nicht mal beabsichtigt, es passiert einfach im Alltag.
Die Umfrage zeigt:
- 50 % der Europäer:innen haben schon versehentlich auf das Handy einer fremden Person geschaut
- 21 % geben zu, dass Neugier sie gelegentlich dazu verleitet hat
- 49 % sagen, dass sie schon gemerkt haben, wie jemand auf ihren Bildschirm geguckt hat
Wie blickt das «unbeabsichtigte Publikum» auf den Smartphone-Bildschirm?
Das Schauen auf fremde Screens passiert laut Umfrage am häufigsten in überfüllten, engen Umgebungen. Öffentliche Verkehrsmittel sind für mehr als jeden Zweiten (53 %) der Befragten die häufigste Situation.
Weitere alltägliche Szenarien sind:
- Warten in Warteschlangen (37 %)
- In Supermärkten, Cafés, Bars oder Restaurants (25 %)
In diesen Settings fallen fremde Bildschirme also besonders oft ins Auge.
Was sehen die Menschen?
Knapp jede:r vierte Europäer:in (25 %) sagt, dass er oder sie bereits private Inhalte auf dem Bildschirm eines Fremden gesehen hat. Laut den Ergebnissen sind die Inhalte häufig sehr persönlich.
Die am häufigsten gesehenen Inhalte sind:
- Persönliche Fotos / Galerie – 37 %
- Gesichter oder Stimmen in Videoanrufen – 23 %
- Persönliche Nachrichten, z. B. von Partner:innen/Ehepartner:innen – 23 %
- Social-Media-Benachrichtigungen/Profile – 19 %
- Online-Shopping – 19 %
- Dating-App-Benachrichtigungen/Profile – 10 %
- Bank-Guthaben oder Kontodaten – 9 %
Für viele sind dies kurze, flüchtige Momente – aber jede fünfte Person (20 %) sagt, schon einmal etwas gesehen zu haben, das er oder sie nicht hätten sehen sollen. Das zeigt, wie leicht private Inhalte öffentlich werden können.
Wie schützen Menschen ihre Bildschirme in der Öffentlichkeit?
Mit wachsendem Bewusstsein für das «unbeabsichtigte Publikum» achten viele auf kleine Verhaltensänderungen bei der Smartphone-Nutzung in der Öffentlichkeit. Die Umfrage zeigt, dass 29 % der Befragten bestimmte Aktivitäten auf ihrem Gerät im öffentlichen Raum verschoben oder vermieden haben.
Häufige Verhaltensänderungen sind:
- Online-Banking zu einem anderen Zeitpunkt erledigen (54 %)
- Mit dem Eingeben von Passcodes warten (43 %)
- Private Nachrichten für später aufsparen (48 %)
Im Moment selbst:
- 26 % stellen die Smartphone-Nutzung ein, wenn jemand anders auf den Bildschirm schaut
- 11 % machen einfach weiter wie gewohnt
- 29 % des «unbeabsichtigten Publikums» schaut weg
- 7 % des «unbeabsichtigten Publikums» schaut diskret weiter hin
Nur 14 % würden es direkt ansprechen – was suggeriert, dass die meisten Menschen Smartphone-Voyeurismus als Teil des modernen Lebens akzeptieren und sich selbst stillschweigend anpassen.
Können Smartphones ein integriertes Privacy Display haben?
Angesichts dieser Entwicklung passt sich auch die Smartphone-Gestaltung an. Das Samsung Galaxy S26 Ultra setzt auf ein integriertes Privacy Display, das die Sichtbarkeit des Displayinhaltes aus Seitenwinkeln deutlich reduziert – und damit begrenzt, was andere von deinem Bildschirm sehen können2 .
Das Ergebnis: Die Kontrolle liegt bei den Nutzer:innen. Sie haben die Möglichkeit zu entscheiden, was sichtbar ist und wann3 .
Die neue Normalität der Smartphone-Nutzung
In einer Welt, in der Smartphones überall genutzt werden, sind kleine Momente des Smartphone-Voyeurismus unvermeidlich. Was sich ändert, ist das Bewusstsein. Menschen werden sich offenbar bewusster, wer möglicherweise zuschaut, und passen ihre Geräte-Nutzung entsprechend an. Denn wer heutzutage sein Smartphone in der Öffentlichkeit nutzt, ist unter Umständen nicht der Einzige, der die Inhalte darauf sieht.
1 Umfrage unter 11’000 Smartphone-Nutzer:innen (jeweils 1’000 pro Markt) in Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Schweden, Dänemark, Finnland, Norwegen, Niederlande und Belgien – durchgeführt von Censuswide.
2 Die Privacy Display Funktion kann in den Einstellungen aktiviert werden. Ausserhalb des optimalen Betrachtungswinkels kann es zu Veränderungen der Bildqualität kommen. Je nach Umgebung, Blickwinkel oder Displayhelligkeit, können bestimmte Inhalte dennoch für andere sichtbar sein. Beim Anzeigen sensibler Informationen ist Vorsicht geboten. Privacy Display nutzt keine AI.
3 Nach der Aktivierung können bestimmte Informationen je nach Betrachtungsumgebung, wie z. B. dem Blickwinkel oder der Helligkeit, für andere weiterhin sichtbar sein. Bei der Weitergabe sensibler Informationen ist Vorsicht geboten.
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