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		<title>Digitale Teilhabe &#8211; Samsung Newsroom Deutschland</title>
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		<description>What's New on Samsung Newsroom</description>
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				<title>„Nicht hören können trennt von Menschen“ (Immanuel Kant)</title>
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				<pubDate>Mon, 23 Dec 2019 14:58:18 +0000</pubDate>
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									<description><![CDATA[  Wie angenehm ist folgendes Szenario: Ich setze mich am Samstagabend gemütlich auf die Couch, schalte meinen Fernseher ein und zappe durch das Programm.]]></description>
																<content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://img.global.news.samsung.com/de/wp-content/uploads/2019/12/Newsroom_SabineKrause.jpg" alt="" width="5184" height="3456" class="aligncenter size-full wp-image-19463" srcset="https://img.global.news.samsung.com/de/wp-content/uploads/2019/12/Newsroom_SabineKrause.jpg 5184w, https://img.global.news.samsung.com/de/wp-content/uploads/2019/12/Newsroom_SabineKrause-612x408.jpg 612w, https://img.global.news.samsung.com/de/wp-content/uploads/2019/12/Newsroom_SabineKrause-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 5184px) 100vw, 5184px" /></p>
v.l. Jutta Warmers, Sabine Krause und Fabian Müller vom Gehörlosen- und<br />
Schwerhörigen-Stadtverband Frankfurt
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie angenehm ist folgendes Szenario: Ich setze mich am Samstagabend gemütlich auf die Couch, schalte meinen Fernseher ein und zappe durch das Programm. Jeder Tastendruck bindet mich als Zuschauer und Zuhörer direkt ein. Ich erhalte direkten Zugang zu vielfältigen audiovisuellen Welten und Realitäten. Die Bilder, die Geräusche und Gespräche werden Teil meiner aktuellen Existenz.</p>
<p>&nbsp;<br />
Für Hörende völlig selbstverständlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für Hörbehinderte und Gehörlose noch viel zu oft eine Wunschvorstellung.</p>
<p>&nbsp;<br />
Schätzungen zufolge leben in Deutschland ca. 100.000 gehörlose und 14 Millionen hörgeschädigte Menschen. Gleichberechtigung beim Fernsehen würde für sie heißen: Jeder Mensch bekommt die gleichen Informationen, ohne einen einzigen Verlust oder Ausfall. Gemeinsam Lachen, Weinen, Emotionen teilen. Keiner ist ausgeschlossen – Fernsehen für alle.</p>
<p>&nbsp;<br />
Der Bedarf an Untertitelung, Gebärdensprachdolmetscherarbeiten etc. ist sehr hoch, um dieses Ziel zu erreichen. Jeder Film, egal ob Wiederholung, Live-Übertragung oder ähnliches, sollte hundertprozentig untertitelt sein. Im Jahr 2008 fand beim Kulturtag in Köln eine große Demonstration von Menschen mit Hörbehinderung statt – das Motto „100% Untertitel JETZT!“ ist auch nach elf Jahren immer noch nicht umgesetzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In den USA beispielsweise ist vieles davon schon selbstverständlich: Man kann auf der Fernbedingung selbst die Untertitelung ein- oder ausblenden, sogar in der Werbung werden Untertitel angeboten, und gerade bei wichtigen Nachrichten werden viel mehr Gebärdensprachdolmetscher eingesetzt. Es gibt dort sogar Gebäude, z.B. die Gallaudet University in Washington, die für gehörlose und schwerhörige Menschen nach den „Deaf Space Guidelines“ entworfen wurden. </p>
<p>&nbsp; </p>
<p>Für die Gehörlosengemeinschaft ist es sehr wertvoll, dass Firmen wie Samsung sich mit Gehörlosigkeit, Hörbehinderung und Barrierefreiheit beim Fernsehen auseinandersetzen. Wenn populäre Unternehmen durch ihre Bekanntheit ein großes Publikum erreichen, können andere Firmen und Menschen aufgeklärt werden, worauf die Gehörlosen und Hörbehinderten eigentlich angewiesen sind. Die Gehörlosengemeinschaft ist eine kleine Minderheitsgruppe ohne große Reichweite, deshalb sind wir sehr dankbar, wenn dieses Thema angesprochen wird und sich Menschen damit beschäftigen.<br />
&nbsp; </p>
<p>Wir haben die Hoffnung, dass wir gemeinsam die Barrierefreiheit in unserer Gesellschaft ausfeilen und optimieren können. Wenn unsere Forderung nach 100 Prozent Untertiteln und mehr Gebärdendolmetscherangeboten Erfolg hat, kommen wir unserem Ziel einen entscheidenden Schritt näher: Dass wir immer und überall den gleichen Zugang zu Bildung und Informationen bekommen wie andere Menschen auch.</p>
]]></content:encoded>
																				</item>
					<item>
				<title>Wie schafft man Teilhabe im TV für blinde Menschen?</title>
				<link>https://news.samsung.com/de/wie-schafft-man-teilhabe-im-tv-fur-blinde-menschen?utm_source=rss&amp;utm_medium=direct</link>
				<pubDate>Thu, 17 Oct 2019 11:31:16 +0000</pubDate>
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									<description><![CDATA[  Eine Männerstimme dringt aus meinem Fernseher und sagt: „In einem halbdunklen schuppenartigen Raum öffnet sich eine windschiefe Holztür nach außen.]]></description>
																<content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://img.global.news.samsung.com/de/wp-content/uploads/2019/10/Schreibtisch-lesend.jpg" alt="" width="2880" height="1920" class="aligncenter size-full wp-image-18640" srcset="https://img.global.news.samsung.com/de/wp-content/uploads/2019/10/Schreibtisch-lesend.jpg 2880w, https://img.global.news.samsung.com/de/wp-content/uploads/2019/10/Schreibtisch-lesend-612x408.jpg 612w, https://img.global.news.samsung.com/de/wp-content/uploads/2019/10/Schreibtisch-lesend-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 2880px) 100vw, 2880px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine Männerstimme dringt aus meinem Fernseher und sagt: „In einem halbdunklen schuppenartigen Raum öffnet sich eine windschiefe Holztür nach außen. Mit Kreide schreibt ein Alter auf eine Tafel Zugzeiten von und nach Flagstone. Erstaunt dreht er sich um und sieht auf den schmutzigen Stiefel eines Mannes, der eine Tür aufschiebt.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>An einen Film wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ hätte ich mich früher nicht herangetraut. Der Grund: Wenig Dialoge, viel rein visuelle Handlung. Allein in den ersten 20 Minuten wird kaum gesprochen. Als blinder Mensch hätte ich dem Geschehen nicht folgen können. Audiodeskription ermöglicht blinden Menschen den Zugang zur Handlung über eine zusätzliche Tonspur, auf der ein beschreibender Text eingespielt wird. In den Dialogpausen werden Gestik, Mimik, Aussehen, Kleidung und visuell wahrnehmbare Handlungen kurz und knapp beschrieben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #333399;">Audiodeskription ist eine eigene Kunstform</span></h3>
<p>Filme mit Audiodeskription werden oft Hörfilme genannt. Sie sind mehr als ein praktisches Hilfsmittel, sie sind eine eigene Kunstform – irgendwo zwischen Spielfilm und Hörspiel. Was macht einen guten Hörfilm aus? Es beginnt bei den Dingen, die beschrieben werden. Sind es wirklich Dinge, die für das Verfolgen der Handlung relevant sind? Sind es wirklich die Dinge, die nicht bereits über die Dialoge oder Sounds transportiert werden? Wichtig ist auch, dass die Sprache der Audiodeskription präzise ist und trotzdem nicht zu monoton. Sie sollte sich in den jeweiligen Filmkontext einfügen – einen „Tatort“ beschreibt man anders als „Bibi und Tina“. Ganz entscheidend für die Qualität einer Audiodeskription ist, dass zu den Beschreiberteams blinde Menschen gehören, die am besten beurteilen können, was beschrieben werden muss und ob die Audiodeskription nachvollziehbar ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #333399;">Fast keine Hörfilme im Privatfernsehen</span></h3>
<p>Audiodeskription ist aber längst mehr als nur beschriebener Spielfilm. Auch Serien werden übersetzt, wie die Daily-Soap des Bayerischen Rundfunks „Dahoam is dahoam“, immer häufiger gibt es Live-Beschreibungen bei Sportereignissen wie Fußball-Weltmeisterschaften. Dokumentationen werden ebenso audiodeskribiert wie Königshochzeiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bedauerlicherweise findet all dies fast ausschließlich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen statt. Die Privaten hierzulande bieten so gut wie gar keine Audiodeskription an, mit Ausnahme einiger weniger Pilotversuche wie beim diesjährigen Finale von „Germanys Next Top Model“ oder bei der RTL-II-Serie „Falkenberg“. In beiden Fällen haben die Sender allerdings die Audiodeskription nicht über das TV-Signal verbreitet, sie war nur über Smartphone-Apps zugänglich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #333399;">Audiodeskription in Kino und Theater</span></h3>
<p>Eine für Audiodeskription via Smartphone sehr empfehlenswerte App ist <a href="https://gretaundstarks.de/greta/greta">GRETA</a>. Sie synchronisiert mit Hilfe des Telefon-Mikros das Filmsignal mit der Audiodeskriptions-Spur, die auf das Smartphone geladen wird. Dank dieser App können inzwischen etliche Filme auch im Kino genossen werden. Ich kann so gemeinsam mit sehenden Freunden in irgendein Kino gehen, setze mir einen Kopfhörer auf und bekomme den Film beschrieben. Das ist Inklusion.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch immer mehr <a href="https://blog.theaterhoeren-berlin.de/alles-zum-projekt/">Theater </a> bieten Vorstellungen mit Beschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen an – häufig verbunden mit einer Führung durch das Bühnenbild vor der Vorstellung, bei der auch Kostüme angefasst werden können. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=dh2yZohxV-8">Opernaufführungen </a>werden vereinzelt angeboten, <a href="https://kobinet-nachrichten.org/2019/01/11/als-blindenreporter-bei-der-handball-weltmeisterschaft/">Handballturniere </a> oder <a href="https://www.kampnagel.de/de/programm/planet-kigali-tanzworkshop-fuer-sehende-und-nicht-sehenden-erwachsenen/">Tanz-Performances</a>. All diese Angebote bedeuten soziale Teilhabe. Je mehr Hörfilme angeboten werden, je selbstverständlicher Audiodeskription bei Live-Events wird, desto weniger werden wir blinden Menschen behindert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #333399;">Gesetzliche Vorgaben sind nötig</span></h3>
<p>Und doch ist es noch ein weiter Weg. Denn immer noch ist Barrierefreiheit nicht selbstverständlich. Weder im Privatfernsehen noch bei YouTube spielt Audiodeskription eine relevante Rolle. Es bleibt zu wünschen, dass sich dies dank einer neuen EU-Richtlinie für audiovisuelle Medien <a href="https://www.dbsv.org/pressemitteilung/resolution-avmd-richtlinie.html" rel="noopener" target="_blank">https://www.dbsv.org/pressemitteilung/resolution-avmd-richtlinie.html</a> ändert. Insgesamt tut sich die deutsche Politik bisher schwer mit rechtlichen Vorgaben für mehr Barrierefreiheit. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Während eine Filmförderung inzwischen in den allermeisten Fällen daran gekoppelt ist, dass eine Audiodeskription und Untertitel erstellt werden, gilt dies für die Förderung von Theatern und Opernhäusern bisher nicht. Auch das sollte sich ändern. </p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #333399;">Barrierefreie Bedienung von TV-Geräten</span></h3>
<p>Audiodeskription muss zudem leicht zugänglich sein. Bedenkt man, dass über 40% der blinden Menschen 80 Jahre und älter sind, so wird klar, dass die Bedienung von TV-Geräten so barrierefrei wie möglich sein sollte. Es muss möglichst einfach sein, das AD-Signal zu aktivieren. TV-Geräte müssen auch für blinde und sehbehinderte Menschen intuitiv bedienbar sein, z. B. durch akustische Signale und eine Sprachausgabe. Die rein visuelle Darstellung von Bedienmenüs auf dem Bildschirm ist für unseren Personenkreis eine meist unüberwindbare Barriere. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und schließlich greifen auch blinde und sehbehinderte Menschen zunehmend häufig via Internet auf TV-Angebote zu. Mit Hilfe von sprechenden Smartphones und Computern und mit technischen Hilfsmitteln ist das möglich. Daher müssen in Mediatheken und in TV-Apps die barrierefreien Formate in vollem Umfang angeboten werden und gut auffindbar sein. Bisher sind Streams und Downloads mit einer Audiodeskription oft schwer zu finden, oder sie fehlen gleich ganz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #333399;">Über den Autor:</span></h3>
<p>Heiko Kunert (43) ist Geschäftsführer des <a href="https://www.bsvh.org/">Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg</a> und Vorstandsmitglied der <a href="http://lagh-hamburg.de/">Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen</a>. Er ist Experte für Inklusion und Barrierefreiheit. Er bloggt auf <a href="https://heikos.blog/">Heikos.Blog</a> über seine Arbeit und sein Leben als blinder Mensch in Hamburg. Auf Twitter ist er als <a href="https://twitter.com/heikokunert" rel="noopener" target="_blank">@HeikoKunert</a> zu finden.</p>
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																				</item>
					<item>
				<title>Fernsehen für alle – das visuelle Tor zur Welt</title>
				<link>https://news.samsung.com/de/fernsehen-fur-alle-das-visuelle-tor-zur-welt?utm_source=rss&amp;utm_medium=direct</link>
				<pubDate>Fri, 09 Aug 2019 15:40:20 +0000</pubDate>
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									<description><![CDATA[Fernsehen ist anders, wenn man sehbehindert oder blind ist. Aber auch blinde Menschen „schauen“ Fernsehen – sie verschaffen sich Informationen über das]]></description>
																<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16986" style="width: 391px" class="wp-caption aligncenter"><img class="size-medium wp-image-16986" src="https://img.global.news.samsung.com/de/wp-content/uploads/2019/08/Heinz_Mehrlich_2019-381x408.jpg" alt="Heinz Mehrlich, 66 Jahre alt, seit Geburt sehbehindert mit einem Sehvermögen um die fünf Prozent" width="381" height="408" srcset="https://img.global.news.samsung.com/de/wp-content/uploads/2019/08/Heinz_Mehrlich_2019-381x408.jpg 381w, https://img.global.news.samsung.com/de/wp-content/uploads/2019/08/Heinz_Mehrlich_2019-955x1024.jpg 955w" sizes="(max-width: 381px) 100vw, 381px" /><p class="wp-caption-text">Heinz Mehrlich, 66 Jahre alt, seit Geburt sehbehindert mit einem Sehvermögen um die fünf Prozent</p></div>
<p>Fernsehen ist anders, wenn man sehbehindert oder blind ist. Aber auch blinde Menschen „schauen“ Fernsehen – sie verschaffen sich Informationen über das Gehörte und, wenn es zur Verfügung steht, zusätzlich über erklärende Audiokommentare. Fernsehen ist häufig ein Gemeinschaftsvergnügen, sowohl beim Sehen als auch beim darüber Sprechen. Auch blinde und sehbehinderte Menschen wollen mitreden können und mit ihren Lieben gemeinsam vor dem Fernseher sitzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #333399;">Was wollen sehbehinderte Menschen vom Fernsehen?</span></h3>
<p>Fernsehen zeigt die Realität in Mengen, die für das Auge leicht verdaubar sind. Technisch gesagt wird der Kontrastumfang verringert. Auf modernen Flachbildschirmen werden Farben außerdem sehr kräftig dargestellt &#8211; das kommt sehbehinderten Menschen entgegen, da sie häufig Farben schwächer wahrnehmen. Bei eingeschränkter Sehwahrnehmung ist es hilfreich, wenn auch das Geschehen auf dem Fernseher auf ein angepasstes Feld konzentriert wird. Der Sehbehinderte sieht also auf dem TV tatsächlich mehr als er „mittendrin“ in der Realität sehen würde. Auch wenn es pathetisch klingen mag: Der Fernseher ist für sehbehinderte Menschen wirklich das visuelle Tor zur Welt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #333399;">Meine Art fernzusehen</span></h3>
<p>Die technische Entwicklung bei Fernsehern war im letzten Jahrzehnt für sehbehinderte Menschen ein wirklicher Lichtblick. Die alten Fernseher nannte man &#8211; aus heutiger Sicht zurecht &#8211; Mattscheiben. Heute sind große, leuchtstarke und farbenprächtige Bildschirme eine Selbstverständlichkeit. Genauso selbstverständlich ist es, in großem Umfang das Fernsehbild in Farbigkeit, Helligkeit und Kontrast verändern zu können. Diese Entwicklung nützt sehbehinderten Menschen ganz besonders, da jeder von ihnen sehr individuelle Einstellungen benötigt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich selbst verfüge über ein Sehvermögen um die fünf Prozent und besitze einen hochauflösenden 65-Zoll-Fernseher, den ich aus einer Betrachtungsdistanz von gut einem Meter nutze. Das wird Ihnen womöglich sehr nahe erscheinen, und vielleicht wundern Sie sich, wozu ein hochgradig sehbehinderter Mensch einen hochauflösenden TV benötigt. Das ist für mich der wichtigste Punkt: Sehbehinderte Menschen müssen sich ihre Situation beim Fernsehen sehr individuell gestalten können. Auf fast wundersame Weise vermittelt ein hochauflösender Fernseher auch bei einem sehr geringen Sehvermögen für mich eine größere Räumlichkeit. Da stimmt der etwas hoch gegriffene Werbespruch tatsächlich: Fernsehen ist für mich realer als die Realität. Um genau zu sein: Es ist meine visuelle Realität.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="youtube_wrap"><iframe src="https://www.youtube.com/embed/jTfW6ukMguc" width="300" height="150" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start"></span></iframe></div>
<h3><span style="color: #333399;">Meine Wünsche an die TV-Technologie</span></h3>
<p>Ich wünsche mir für Sehbehinderte noch mehr Forschung darüber, wie sie im Alltag ihr Fernseherlebnis verbessern können. In Deutschland trägt mehr als die Hälfte der Menschen eine Brille, ein gutes Drittel ist sogar ständig auf sie angewiesen. Und mehr als eine Million aller Menschen in unserem Land sieht schlechter als 30 Prozent, erreicht also die von der Welt-Gesundheitsorganisation definierte Grenze für eine Sehbehinderung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was würde ich mir von den Entwicklern von TV-Technologie im Einzelnen wünschen? Die Möglichkeit einer schnellen Anpassung von Helligkeit und Kontrast empfinde ich als sehr wichtig, da mein Seh-System sozusagen nicht die gleiche Menge Input verträgt wie bei einem Menschen mit normalem Sehvermögen. Für mich ist der sehr hohe Kontrastumfang des HDR, High Definition Range, sehr nützlich. In manchen Situationen leuchtet allerdings ein Gegenlicht zu stark und ich kann eine nebenstehende Person nicht mehr ausreichend wahrnehmen. Ein schnelles Abdimmen wäre hier hilfreich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Meine ganz persönliche große Hoffnung ist das Computer-Sehen. Das Fernsehbild könnte so aufgearbeitet werden, dass beispielsweise ein Fußball für mich größer und leuchtstärker dargestellt würde als für einen Menschen mit besserem Sehvermögen. So etwas kennt man schon von Schwimm-Meisterschaften, bei denen Linien eingeblendet werden, damit man den Sieger oder die Siegerin besser feststellen kann. Oder wie wäre es mit einem zeitweiligen Einblenden von Namen über den Köpfen handelnder Personen in Krimis? Manchmal weiß ich nämlich tatsächlich nicht, wer Täter oder Opfer ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Abschließend möchte ich noch eine allgemeine Hoffnung formulieren: Das Telefon wurde zuerst für hörgeschädigte Menschen und die Schreibmaschine für blinde Menschen erfunden. Wahrscheinlich wird die Beschäftigung mit der visuellen Wahrnehmung des Fernsehbildes bei Sehbehinderten früher oder später auch für die ganz „normalen“ Fernsehzuschauer von Nutzen sein und zu einem besseren Seherlebnis für alle beitragen. Da bin ich mir wirklich sicher!</p>
]]></content:encoded>
																				</item>
					<item>
				<title>Fernsehen für alle [Gastbeitrag Johannes Mairhofer]</title>
				<link>https://news.samsung.com/de/fernsehen-fur-alle?utm_source=rss&amp;utm_medium=direct</link>
				<pubDate>Thu, 04 Jul 2019 13:52:05 +0000</pubDate>
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									<description><![CDATA[  Anlässlich des Tages für Menschen mit Sehbehinderung am 06. Juni 2019 konnte ich zu Gast sein beim Samsung Event für digitale Barrierefreiheit in]]></description>
																<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16398" style="width: 516px" class="wp-caption aligncenter"><img src="https://img.global.news.samsung.com/de/wp-content/uploads/2019/07/Johannes-Mairhofer-fotografiert-von-Marcus-Vetter_update-e1562233026786-506x408.jpg" alt="Johannes Mairhofer Foto by Marcus Vetter" width="506" height="408" class="size-medium wp-image-16398" srcset="https://img.global.news.samsung.com/de/wp-content/uploads/2019/07/Johannes-Mairhofer-fotografiert-von-Marcus-Vetter_update-e1562233026786-506x408.jpg 506w, https://img.global.news.samsung.com/de/wp-content/uploads/2019/07/Johannes-Mairhofer-fotografiert-von-Marcus-Vetter_update-e1562233026786-1024x825.jpg 1024w" sizes="(max-width: 506px) 100vw, 506px" /><p class="wp-caption-text">Johannes Mairhofer (Sozialhelden e.V.)<br />Foto by Marcus Vetter</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anlässlich des Tages für Menschen mit Sehbehinderung am 06. Juni 2019 konnte ich zu Gast sein beim Samsung Event für digitale Barrierefreiheit in Frankfurt im Samsung Showcase und als Experte an der Podiumsdiskussion “Fernsehen für alle” teilnehmen.<br />
In diesem Beitrag möchte ich einen kleinen Überblick über digitale Barrierefreiheit geben, einen Blick in die Zukunft werfen und einen kleinen Eindruck zum Event mitgeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #333399;">Was bedeutet digitale Barrierefreiheit?</span></h3>
<p>Ähnlich wie in der analogen Welt geht es bei der digitalen Barrierefreiheit um Zugänglichkeit. Inhalte sollen für <strong>möglichst viele Menschen</strong> in <strong>möglichst vielen Situationen</strong> und auf <strong>möglichst vielen Geräten</strong> zugänglich sein.<br />
Da Fernseher nun per Definition ein eher visuelles Medium sind, spielt die Unterstützung für Menschen mit Sehbehinderung hier auch eine entsprechend große Rolle. Aber auch an Menschen mit anderen Beeinträchtigung wurde gedacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #333399;">Raus aus der Filterblase</span></h3>
<p>Bei Diskussionen zur digitalen Barrierefreiheit stoße ich immer wieder auf das Argument: “ja, aber das spielt doch nur für Menschen mit Behinderung eine Rolle”. Das mag auf den ersten Blick so wirken, ist in Wirklichkeit aber falsch. Hier erkläre ich, warum:<br />
Eines ist zunächst einmal klar und lässt sich nicht aufhalten: wir werden alle immer älter! Mit dem Alter kommen diverse Beeinträchtigungen ganz automatisch. Der eine oder andere erfährt eine Beeinträchtigung des Hör- oder Sehvermögens, der andere wird zunehmend eingeschränkter in der Bewegungsfähigkeit. Und nicht zuletzt leiden vielleicht auch unsere kognitiven und koordinativen Fähigkeiten mit steigendem Alter.<br />
Es ist daher besonders wichtig, dass die Bedienung und Steuerung unseres Alltags so komfortabel wie möglich ablaufen kann. Für den Fernseher beispielsweise wünschen wir uns ganz einfach, dass wir unsere Seh- und/oder Hörbehinderung ausgleichen können und sich beispielsweise Untertitel einblenden lassen, auch wenn der Sender diese vielleicht gar nicht ausstrahlt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tatsächlich treffen solche Einschränkungen uns nach und nach alle und lediglich ein geringer Prozentsatz der Menschen hat solche Behinderungen von Geburt an. Etwa 95% aller Behinderungen entstehen erst im Laufe des Lebens, z.B. als Folge von Krankheit oder Unfall. <a href="https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2016-10/statistisches-bundesamt-schwerbehinderte-menschen-deutschland">Die Gruppe der Menschen, die auf digitale Hilfsmittel angewiesen sind, wächst also stetig an.</a><br />
Einige Einschränkungen sind nicht dauerhaft, aber genauso behindernd. Dies fängt bei scheinbar banalen Themen an. Man will z.B. trotz schlechtem Empfang in der U-Bahn wissen, was auf Bildern zu sehen ist, die nicht geladen werden können. Oder aber auch, wenn eine Hand die Einkaufstüte trägt, das Smartphone problemlos einhändig bedienen können. Die digitale Barrierefreiheit hilft bei all diesen Herausforderungen, egal ob es sich nun um Smartphones, smarte Fernseher oder um Webseiten handelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #333399;">Assistive Funktionen, die begeistern</span></h3>
<p>Was vor Ort von Samsung zu sehen war und im <a href="https://youtu.be/jTfW6ukMguc">Stream</a> auch nachträglich angesehen werden kann, geht, was digitale Barrierefreiheit anbelangt, schon in eine sehr gute Richtung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="youtube_wrap"><iframe src=https://www.youtube.com/embed/jTfW6ukMguc width="300" height="150" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start"></span></iframe></div>
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<p>So können z.B. Farbfehlsichtigkeiten ausgeglichen oder Schriften in Menüs vergrößert und vorgelesen werden. Auch die Bedienung wurde deutlich vereinfacht. So kann der Fernseher via Sprache oder mit einer “ein-Knopf-Fernbedienung” gesteuert werden und grundsätzliche Bedienweisen, wie das Ein- und Ausschalten des TVs, das Regulieren der Lautstärke, die Senderauswahl und viele Funktionen mehr, durchgeführt werden.</p>
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<p>Gut gefallen haben mir auch der Voice Guide, der Menüpunkte in den Einstellungen laut und deutlich vorliest, und die Möglichkeit, das Gezeigte auf dem Bildschirm zu vergrößern. Beide Funktionen helfen auch mir persönlich, das Geschehen auf dem Bildschirm besser zu verfolgen.</p>
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<h3><span style="color: #333399;">Fazit und: Blick in die Zukunft</span></h3>
<p>In den letzten Jahren hat sich in Bezug auf die digitale Barrierefreiheit sehr viel getan. Große Firmen wie Samsung haben zurecht erkannt, dass es wichtig ist, Software und Hardware so inklusiv wie möglich zu gestalten. </p>
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<p>Wenn die rasante Entwicklung der letzten Jahre so weitergeht, sind wir meiner Meinung nach auf einem sehr guten Weg, um in Zukunft digitale Inhalte für nahezu alle Konsumenten erlebbar zu machen.</p>
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<p>Dazu wünsche ich mir, dass noch mehr Firmen diese Möglichkeiten nutzen und ihre Produkte inklusiver gestalten.<br />
Neben den sozialen Aspekten der digitalen Teilhabe steht zusätzlich der wirtschaftliche Faktor im Raum. Wenn Produkte für mehr Menschen zugänglich sind, werden die Produkte logischerweise auch von mehr Menschen gekauft.</p>
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