CES 2026: Samsung diskutiert mit Expert*innen die Rolle von Vertrauen, Sicherheit und Datenschutz im AI-Zeitalter
Bei der CES hat Samsung im Rahmen eines Tech Forums unter der Überschrift “In Tech We Trust? Rethinking Security & Privacy in the AI Age” mit internationalen Experten über die Zukunft Künstlicher Intelligenz diskutiert. Das Panel brachte Expert*innen aus Technologie, Forschung und Ethik zusammen, um zu analysieren, warum Vertrauen einer der wichtigsten Faktoren für die Akzeptanz von KI ist. Mitdiskutiert haben Allie K. Miller, CEO von Open Machine; Amy Webb, CEO der Future Today Strategy Group; Zack Kass, Global AI Advisor bei ZKAI Advisory und ehemaliger Head of Go-To-Market bei Open AI sowie Shin Baik, Group Head des AI Platform Center (APC) bei Samsung.
Vertrauen schaffen in unsichtbare Intelligenz
Für die Teilnehmer*innen des Panels war klar: Da KI immer häufiger genutzt wird, um persönliche Bedürfnisse zu antizipieren, Routinen zu kuratieren und autonom über Geräte hinweg zu arbeiten, kann Vertrauen in die Technologie nicht durch Versprechungen gewonnen, sondern muss durch konsequentes, nachvollziehbares Handeln verdient werden.
In der Diskussion stellte Samsung seinen Ansatz „Trust-by-Design“ vor und betonte, wie wichtig es sei, KI-Systeme zu entwickeln, die vorhersehbar, transparent und für Nutzer*innen einfach zu bedienen sind. “Wenn es um KI geht, suchen Nutzer*innen nach Transparenz und Kontrolle”, unterstrich Allie Miller. “Sie wollen jederzeit die Hohheit über ihre personalisierten Erlebnisse behalten. Sie wollen verstehen und wissen, ob ein KI-Modell lokal oder in der Cloud läuft und ob ihre Daten sicher sind. Zudem wollen sie nachvollziehen, was genau von KI unterstützt wird und was nicht. Dieses Maß an Sichtbarkeit stärkt das Vertrauen. Auf Seiten der Anbieter besteht daher die Notwendigkeit, für Nutzer*innen nachvollziehbar zu machen, wie personalisierte Erlebnisse rund um die Kernkriterien des Vertrauens – Transparenz, Sicherheit und Verantwortlichkeit – gestaltet werden.”
Samsung verwies zudem darauf, dass es mit on-device AI, also Künstliche Intelligenz, die direkt auf dem Gerät arbeitet, möglich ist, persönliche Daten lokal zu verarbeiten, während cloudbasierte Intelligenz selektiv immer dann eingesetzt werden kann, wenn höhere Geschwindigkeiten oder Skalierung erforderlich sind. Dies bietet Nutzer*innen mehr Flexibilität, ohne die Privatsphäre zu beeinträchtigen.
Sicherheit in einer KI-basierten Welt
Das Panel widmete sich außerdem dem Thema, wie sich Sicherheit angesichts des wachsenden Einsatzes von KI in Smartphones, Fernsehern und Hausgeräten weiterentwickeln muss. Samsung verwies auf seine Knox-Sicherheitsplattform – die inzwischen Milliarden von Geräten vom Chipset an schützt – sowie Knox Matrix, eine geräteübergreifende Sicherheitsanwendung, die einzelnen Produkt-Komponenten ermöglicht, sich gegenseitig zu authentifizieren und zu schützen.
„Vertrauen in KI beginnt mit Sicherheit, die nachweisbar ist und nicht nur ein Versprechen ist“, sagte Shin Baik. „Seit mehr als einem Jahrzehnt bietet Samsung Knox eine tief eingebettete Sicherheitsplattform, die darauf ausgelegt ist, sensible Daten auf jeder Ebene zu schützen. Doch Vertrauen muss über einzelne Gerät hinaus gehen – es braucht ein Ökosystem, das sich selbst schützt. Bei Knox authentifizieren und überwachen sich die Geräte kontinuierlich gegenseitig selbst, sodass jedes Gerät als Schutzschild für alle anderen dient. Damit schaffen wir eine widerstandsfähige, sichere Umgebung, auf die sich Nutzer*innen verlassen können.“
Branchenübergreifender Dialog über die Zukunft des Vertrauens
Shin Baik betonte, dass Vertrauen wachsen kann, wenn KI vorhersehbar und sicher über verschiedene Geräte hinweg arbeitet. Er argumentierte, dass Nutzer*innen statt “Black-Box”-Systemen sichtbare Kontrollsignale benötigten. Samsung verwies in diesem Zusammenhang auf seine Partnerschaften mit Branchenführern wie Google und Microsoft. Sie böten die Chance, gemeinsam die Sicherheitsforschung voranzutreiben sowie die Interoperabilität und den Schutz des gesamten Ökosystems zu stärken. Allie Miller hob indessen die Bedeutung der Transparenz für die Nutzer*innen hervor. Dazu gehöre Transparenz darüber, wo die KI-Modelle laufen und wie die persönlichen Daten verwendet werden. Zudem bräuchte es explizite Hinweise darauf, was von KI unterstützt wird und was nicht. Zack Kass kommentierte, dass Fehlinformationen und Missbrauch zwar echte Herausforderungen darstellen würden, “aber für jedes Risiko gibt es auch eine Gegenmaßnahme. Die Technologie selbst spielt eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung der Schwächen von KI.”
Amy Webb ging auf die Beziehung zwischen Vertrauen und Kaufgewohnheiten ein. “Ich glaube nicht, dass bei Kaufentscheidungen Vertrauen eine maßgebliche Rolle spielt”, sagte sie. “Die Leute zahlen nicht für Vertrauen. Sie kaufen Dinge nicht, weil sie Vertrauen haben. Sie kaufen Dinge aus Bequemlichkeit – wenn sie davon überzeugt sind, dass ihr Leben mit einem Stück KI einfacher und bequemer wird.”
Am Ende der Veranstaltung kam das Panel zu dem Schluss, dass, wenn KI immer unsichtbarer wird, diejenigen Technologien langfristig das Vertrauen der Nutzer*innen gewinnen werden, die von Anfang an Sicherheit, Transparenz und sinnvolle Wahlmöglichkeiten in den Vordergrund stellen.



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