Das Zuhause neu denken: Wie adaptive Technologien unser Wohnen verändern können
Wohnhäuser in Europa sind oft historisch gewachsen, doch mit dem gesellschaftlichen Wandel verändern sich auch die Anforderungen. Alternde Bausubstanz, steigende Energiekosten und demografische Entwicklungen machen deutlich, dass viele Wohnungen und Häuser oft nicht mehr zu heutigen Lebensrealitäten passen.

Fox Al Rajim, European Lifestyle Lab Insights Manager bei Samsung, beschäftigt sich damit, wie bestehende Wohnräume mithilfe von AI an moderne Bedürfnisse angepasst werden können.
Europaweit lebt inzwischen jeder 4. Erwachsene mit einem Handicap – das entspricht rund 90 Millionen Menschen1. Gleichzeitig wächst der Anteil der über 65-Jährigen kontinuierlich2. Damit steigt auch der Bedarf an zeitgemäßer Wohnraumanpassung. Viele Bestandsimmobilien sind auf diese vielfältigen Anforderungen nicht ausgelegt, während der Neubau rückläufig ist. Adaptive Technologien gewinnen vor diesem Hintergrund zunehmend an Bedeutung.
„Menschen leben heute länger in ihren eigenen vier Wänden als früher. Entsprechend müssen Wohnräume unterschiedliche Lebensphasen abbilden können“, so Fox Al Rajim. „Unser Ziel ist es, den Alltag mit veränderten Bedürfnissen einfacher und intuitiver zu gestalten.“
Wohnräume für den Alltag gestalten
Künstliche Intelligenz verändert zunehmend die Interaktion mit dem Zuhause. Statt sich an Geräte anzupassen, geben Nutzer*innen immer häufiger selbst den Rahmen vor. Sprachsteuerung, personalisierte Einstellungen und automatisierte Abläufe halten Einzug in den Alltag, können so die Selbstständigkeit fördern und Routinen erleichtern.
Funktionen wie Sprachsteuerung oder automatische Türöffnung, etwa in Kühlschränken der Family Hub-Modellserie, stehen exemplarisch für diesen Wandel und sind von Beginn an auf Barrierefreiheit ausgelegt.
Auch Energieeffizienz prägt Haushalte in Europa zunehmend, insbesondere mit Blick auf einen effizienteren Energieeinsatz und bewusstere Konsumentscheidungen. Daten aus dem Samsung Lifestyle Lab Europe zeigen, dass 60 % der Menschen unter sogenanntem „Energiestress“ leiden, während knapp die Hälfte (45 %) Probleme mit Wärmeverlust in den eigenen vier Wänden hat3.
„Neue AI-gestützte Funktionen können dabei unterstützen, den Energieverbrauch zu optimieren“, erklärt Fox Al Rajim.
So verfügen aktuelle Wäschepflegegeräte wie die Bespoke AI Waschmaschine WF90H4 von Samsung über Technologien wie AI Wash+, die 65 %5 weniger Energie verbrauchen, als für das Erreichen des Grenzwerts der Klasse A erforderlich ist. Möglich wird dies durch die automatische Erkennung der Beladung sowie die entsprechende Anpassung von Wasserverbrauch, Waschmittelmenge und Programmdauer, ein Ansatz, der Haushalte bei der Kostensenkung unterstützen kann.
Vom Smart Home zum adaptiven Zuhause
Auch der Faktor Zeit prägt das Wohnen zunehmend. Der Alltag vieler Menschen ist dicht getaktet, während Hausarbeit weiterhin ungleich verteilt ist. Frauen verbringen nach wie vor deutlich mehr Zeit mit Haushaltstätigkeiten als Männer, und insgesamt investieren viele Menschen wöchentlich mehrere Stunden in Routinen wie zum Beispiel Wäschepflege6.
Vor diesem Hintergrund verändert sich auch die Einstellung gegenüber AI. „Unsere Studien zeigen, dass sich 63 % der Menschen bereit fühlen, mehr AI-Technologie in ihrem Zuhause einzusetzen“7, so Fox Al Rajim. „Gerade für Menschen mit wenig Zeit ist der Einsatz von AI vor allem eine pragmatische Lösung.“
Hier kann das adaptive Zuhause punkten. Anders als klassische Smart Homes, die auf vordefinierten Befehlen basieren, agieren adaptive Wohnumgebungen dynamisch. Sie lernen aus dem Verhalten ihrer Bewohner*innen, antizipieren Bedürfnisse und reagieren in Echtzeit, zum Beispiel durch die Anpassung des Energieverbrauchs, die Vereinfachung von Alltagsaufgaben oder personalisierte Interaktionen.
„Die Rolle von AI besteht nicht darin, menschliche Entscheidungen zu ersetzen, sondern sie sinnvoll zu ergänzen“, betont Fox Al Rajim. „Sie fungiert als unterstützender Begleiter im Zuhause, der mit den Menschen lernt und sich weiterentwickelt.“
Gerade in Europa ist dieser Ansatz besonders relevant: Umfangreiche Sanierungen sind häufig zeit- und kostenintensiv8. Intelligente Technologien bieten kurzfristigere Möglichkeiten zur Unterstützung. Durch die Integration digitaler Lösungen in bestehende Wohnräume können sich Zugänglichkeit, Effizienz und Anpassungsfähigkeit steigern lassen, ohne umfassende bauliche Veränderungen vornehmen zu müssen.
Die Erwartungen an das Wohnen wandeln sich entsprechend. Technologie wird zunehmend zu einem integralen Bestandteil, der hilft, den Alltag zu organisieren und auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.
Für Samsung liegt die Herausforderung darin, diese Entwicklung in konkrete Lösungen zu übersetzen: Technologien zu entwickeln, die nicht nur intelligent, sondern vor allem relevant sind und im Alltag spürbar unterstützen können. Denn letztlich geht es bei der Zukunft des Wohnens nicht allein um Innovation oder technische Fortschritte. Entscheidend ist, den Alltag für alle zu verbessern und komfortabler zu machen.
1 Rat der Europäischen Union (2026): Behinderungen in der EU. Fakten und Zahlen (Infografik auf Basis von Eurostat-Daten zur EU-Bevölkerung ab 16 Jahren sowie Eurobarometer-Umfragedaten zu Diskriminierung) https://www.consilium.europa.eu/en/infographics/disability-eu-facts-figures.
2 Eurostat (2024): Grad der Behinderung (Aktivitätseinschränkung) nach Geschlecht, Alter und Einkommen https://ec.europa.eu/eurostat.
3 Samsung (2024), Lifestyle Lab Europe: Europäische quantitative Studie zum Wohnumfeld (EU9, Q4 2024, n=4,583).
4 Modellcode WF90H/24, Energieeffizienzklasse A ![]()
5 Basierend auf Samsung internen Tests sind Modelle der Serie WF90H 65 % effizienter als für das Erreichen des Grenzwerts der Energieeffizienzklasse A nach der Verordnung (EU) Nr. 2019/2014 benötigt wird. Energiebewertungen getestet mit dem Eco 40-60 Programm, 65 % Einsparungen getestet mit dem Eco 40- 60 Programm. Ergebnisse können je nach tatsächlichen Nutzungsbedingungen variieren.
6 Europäisches Institut für Gleichstellungsfragen (2021): Gleichstellungsindex 2021. Schwerpunkt Zeit: Geschlechterunterschiede bei der Hausarbeit sind bereits seit der Kindheit verfestigt https://eige.europa.eu/publications-resources/toolkits-guides/gender-equality-index-2021-report/gender-differences-household-chores.
7 SmartLab (2025): AI-Home-Studie im Auftrag von Samsung (Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Südkorea, August 2025, n=1,212.
8 Europäische Kommission (2024): EU Building Stock Observatory – Überblick zum Gebäudebestand und Renovierungsstand in der EU (auf Basis von Eurostat- und nationalen Gebäudedaten) https://energy.ec.europa.eu/topics/energy-efficiency/energy-performance-buildings/eu-building-stock-observatory.
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