[Interview] „Bixby als zentraler Anlaufpunkt auf Samsung Geräten“ – Ein Gespräch mit Jisun Park, Leiter des Language AI Teams bei Samsung

10.04.2026
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Jisun Park, Corporate Executive Vice President und Leiter des Language AI Teams, Mobile eXperience (MX) Business bei Samsung Electronics

 

Die Entwicklung von AI schreitet rasch voran. Damit verbunden ist auch ein Paradigmenwechsel bei mobilen Erlebnissen: Weg von der Ausführung reiner Befehle, hin zu einer agentenbasierten AI. Sie kann Absichten sowie Kontext verstehen und autonom handeln.

 

Bixby1 von Samsung ist der einstige Sprachassistent, der nun zum Geräteagenten wird, denn seit dem 31. März kann Bixby den Gerätekontext verstehen und darauf aufbauend personalisierte Lösungen anbieten. Der Assistent verknüpft zudem Funktionen miteinander, hat Zugriff auf webbasierte Informationen und führt komplexe Aufgaben im Namen der Nutzer*innen aus. Gesteuert wird dies alles über einfache intuitive Spracheingabe.

 

Jisun Park, Corporate Executive Vice President und Leiter des Language AI Teams, Mobile eXperience (MX) Business, gibt im Gespräch spannende Einblicke und einen Ausblick in die Zukunft AI mit Bixby.

 

Was ist neu bei Bixby?

Bixby ist nun ein leistungsfähigerer Geräteassistent. Er ist auf das jeweilige Samsung Gerät der Anwender*innen exakt ausgelegt. Bixby erfasst den Status sowie die Funktionen, um relevante Antworten und passende Lösungen zu liefern. Außerdem versteht der Helfer natürliche Sprache jetzt besser, was eine intuitivere und nahtlosere Gerätesteuerung ermöglicht.

 

Über Spracheingabe fragt Jisun Park Bixby, welche Geräteeinstellungen die Belastung für die Augen verringert.

 

Auf welche wesentlichen Veränderungen dürfen sich Nutzer*innen freuen?

Die auffälligste Veränderung ist die intuitive Steuerung des Geräts. Bixby versteht die Intention der Eingabe und empfiehlt die passenden Einstellungen oder Funktionen. Kein Durchblättern von Menüs, kein Auswendiglernen von Funktionsnamen. Nutzer*innen können einfach in natürlicher Sprache beschreiben, was sie möchten. Zum Beispiel: „Mach meinen Bildschirm nur für mich sichtbar“ und schon aktiviert Bixby die Funktion Privacy Display2.

 

Bixby kann auch Fragen zum Gerät beantworten und auf Grundlage der aktuellen Einstellungen personalisierte Lösungen anbieten. Im Grunde ist es ein Servicezentrum in der Hosentasche, das Antworten und Lösungen während eines Gesprächs anbietet. Bei der Frage „Meine Augen sind müde – wie kann ich den Bildschirm augenschonender machen?“ empfiehlt Bixby beispielsweise die Funktion Augenkomfort und aktiviert sie. Nutzer*innen müssen also nicht selbst Einstellungen durchsuchen oder separate Apps wie einen Browser oder Karten öffnen.

 

Darüber hinaus ist Bixby nicht auf gerätebezogene Anfragen beschränkt: „Empfiehl mir 3 koreanische Restaurants in Seoul für eine vierköpfige Familie“ und schon gibt der Assistent passende Ergebnisse. Um auf solche Anfragen relevante Antworten liefern zu können, hat Bixby Zugriff auf aktuelle Webinformationen.

 

Nutzer*innen erhalten so für sie wichtige Infos und können darauf aufbauend Folgefragen stellen – ganz natürlich, ohne den Gesprächsfluss unterbrechen zu müssen.

 

Was war die größte Herausforderung beim Bixby-Update?

Die größte Herausforderung war die Neugestaltung der Bixby-Architektur. Sie wurde von einem befehlsbasierten zu einem agentenbasierten Ansatz umgestellt. So kann Bixby die Absichten der Nutzer*innen besser verstehen und passende Ergebnisse liefern.

 

Bisher klassifizierte Bixby Eingaben und führte Aufgaben auf Grundlage voreingestellter Szenarien aus. Mit einem LLM im Hintergrund kann es nun Absichten flexibler interpretieren und eigene Ausführungspläne erstellen.

 

Wir haben einzelne Funktionen in Agenten umgewandelt und diese so definiert, dass das LLM sie bei Bedarf aufruft. Das System kann dadurch für die sinnvolle Erledigung von Aufgaben mehrere Funktionen und APIs miteinander kombinieren. Das geht über das einfache Verstehen natürlicher Sprache hinaus. Denn Bixby kann nun komplexe, mehrstufige Anfragen natürlicher und mit besserem Kontextverständnis verarbeiten. Das schließt Szenarien ein, die zuvor schwer zu verarbeiten waren.

 

Jisun Park erläutert, wie Bixby zu einem Geräte-Agenten mit einem LLM im Hintergrund wurde.

 

Gibt es eine besonders einprägsame Episode während der Entwicklung?

Die Verbesserung der Leistung im Bereich der koreanischen Sprache war besonders einprägsam.

 

Es ist wichtig, das Bixby über verschiedene Sprachen hinweg eine konsistente Leistung zeigt. Koreanisch gilt aufgrund seiner Komplexität als äußerst anspruchsvoll in LLM-Umgebungen. Die Wortformen variieren stark aufgrund eines reichhaltigen Systems aus Partikeln und Endungen. Dazu kommt die flexible Wortstellung, die je nach Kontext die Bedeutung erheblich verschieben kann. Das macht es für AI-Modelle schwierig, Satzstruktur und Semantik zuverlässig zu interpretieren.

 

Über einen längeren Zeitraum stagnierten die Leistungsparameter für Koreanisch. Das Team versuchte verschiedene Ansätze, das zu ändern. So verfeinerten wir beispielsweise den Trainingsansatz des LLM-basierten Modells, um die sprachlichen Merkmale des Koreanischen besser widerzuspiegeln. Wir passten außerdem die Modellarchitektur an und verstärkten das kontextbasierte Lernen.

 

Der Prozess war alles andere als einfach. Es gab Momente der Frustration, in denen selbst unsere vielversprechendsten Ansätze nicht zum Erfolg führten. Doch wir haben nicht aufgegeben und weiter auf einen Durchbruch hingearbeitet. Am Ende konnten wir unsere ursprünglichen Leistungsziele für Koreanisch deutlich übertreffen.

 

Das war der Moment, in dem das gesamte Team wirklich überzeugt war: Dieses neue Bixby ist anders.

 

Welche Rolle spielt Bixby beim Übergang in das Zeitalter der agentic AI?

Bixby kann als Geräteagent eine Schlüsselrolle übernehmen und es Nutzer*innen ermöglichen, auf Funktionen bequem zuzugreifen und das Potenzial der Samsung Geräte voll auszuschöpfen.

 

Im Kern geht es darum, Absichten und Zusammenhänge zu verstehen, damit Aufgaben autonom ausgeführt werden können. Das unterstützt uns in unserem Alltag, um ihn einfacher und bequemer zu gestalten. Samsung will damit die breite Akzeptanz von AI beschleunigen und sie wie eine essenzielle Infrastruktur nahtlos in den Alltag integrieren.

 

Mit Bixby können unsere Kund*innen eine Vielzahl von Galaxy AI-Funktionen entdecken und nutzen, ohne technisches Fachwissen. Auf diese Weise senkt der Assistent die Hemmschwelle gegenüber AI und hilft Menschen dabei, positive Erlebnisse mit AI in ihrem Alltag zu erleben.

 

Jisun Park spricht mit dem Galaxy S26 Ultra und demonstriert die neuen agentenbasierten Funktionen von Bixby.

 

Bixby wird über Galaxy Smartphones hinaus auf andere Geräte ausgeweitet. Was heißt das genau?

Bixby ist bereits auf einer Reihe von Samsung Geräten außerhalb des Samsung Galaxy Ecosystem verfügbar. Wir rollen die Weiterentwicklung nun schrittweise auf weitere Produkte aus. So können unsere Kund*innen mehrere Geräte im Haushalt bequem steuern.

 

Beispielsweise lassen sich über die SmartThings-Integration Haushaltsgeräte über Galaxy Geräte fernsteuern3. Nutzer*innen geben über ihr Smartphone einfach den Befehl an ihren Staubsaugerroboter: „Fang an, den Boden zu reinigen“ – und schon geht es los. Dadurch lässt sich die Wohnumgebung nahtlos managen, auch wenn man nicht zu Hause ist.

 

Je mehr Geräte mit dem neuen Bixby ausgestattet sind, desto stärker wird das integrierte und vernetzte Nutzungserlebnis, was wiederum mehr Komfort in den Alltag bringen kann.

 

Mit Bixby können Nutzer*innen eine Vielzahl von Galaxy AI-Funktionen entdecken und nutzen.

 

Wie sieht die zukünftige Ausrichtung und das Ziel für Bixby aus?

Unser Ziel ist es, dass Bixby zum zentralen Einstiegspunkt für die Interaktion mit Produkten von Samsung wird.

 

Früher mussten Nutzer*innen zur Lösung einer Aufgabe teilweise nach der richtigen App suchen, durch Menüs navigieren und zwischen mehreren Bildschirmen wechseln. Mit Bixby reicht dafür ein einfacher Sprachbefehl. Wir stehen an der Schwelle von einer app- und menübasierten Interaktion hin zu einer natürlicheren, dialogorientierten Erfahrung.

 

Um das zu erreichen, entwickeln wir AI-Fähigkeiten wie das Verstehen natürlicher Sprache, kontextbasiertes Schlussfolgern und Planen kontinuierlich weiter.

 

Gleichzeitig wird Bixby auf immer mehr Samsung Geräten verfügbar sein: Als Geräteagent, der Produkte versteht und dessen Funktionen mit den Absichten der Nutzer*innen verknüpft. So kann Bixby zu einem natürlichen und nahtlosen Begleiter im Alltag werden.

 

1 Die Verfügbarkeit bzw. der Umfang des Dienstes kann je nach Land, Anbieter, Gerätemodell und Betriebssystemversion variieren. Die Echtzeit-Antworten-Funktion erfordert One UI 8.5 oder höher. Bixby unterstützt folgende Sprachen: Koreanisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch (vereinfacht) und Japanisch. Samsung Account Login und Datennetzwerk (WLAN oder Internetverbindung) für vollen Funktionsumfang für Bixby notwendig.
2 Die Privacy Display-Funktion steuert den möglichen Betrachtungswinkel des Bildschirms, um die Sichtbarkeit für andere Personen einzuschränken. Außerhalb des eingestellten Betrachtungswinkels kann es zu Veränderungen der Bildqualität kommen. Trotz Aktivierung können je nach Betrachtungsumgebung, wie Winkel oder Helligkeit, einige Informationen für andere sichtbar sein. Nicht für alle Apps verfügbar. Erfordert, dass die Funktion manuell in den Einstellungen aktiviert wurde.
3 Nur mit entsprechenden SmartThings kompatiblen Produkten und der SmartThings App auf einem Mobilgerät. Um die SmartThings-Funktionen nutzen zu können, muss die SmartThings-App installiert sein. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.samsung.com/de/smartthings/.

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Kontaktmöglichkeiten zum Samsung Kundendienst finden Sie hier samsung.com/de/info/contactus.html.
Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte an presse.samsung@ketchum.de.

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