Tech for Life: 6 Ideen, 3 Gewinner Teams – das Finale von Solve for Tomorrow 2026
07.09.2026
Wie kann Technologie dabei helfen, gesellschaftliche Herausforderungen konkret zu adressieren? Dieser Frage widmete sich die 7. Runde des Innovationsprogramms Solve for Tomorrow von Samsung. Unter dem diesjährigen Motto „Tech for Life“ entwickelten junge Innovatorinnen Ideen an der Schnittstelle von Technologie und gesellschaftlicher Wirkung in den Themenfeldern „Health & Tech“, „Green & Tech“ und „Sport & Tech“. Im großen Pitch Finale in Berlin konnten schließlich Air2Growth, TrainBack und Cancer EarlySignal Lab die Jury mit ihren Konzepten überzeugen. Für sie beginnt nun die nächste Phase des Programms: Gemeinsam mit Expert*innen, Mentor*innen und Partnern sollen die Ideen weiter geschärft und auf ihre praktische Umsetzung vorbereitet werden.

Am 3. September wurde es für die 6 Finalisten-Teams von Solve for Tomorrow 2026 ernst: Air2Growth, Artemis Civil Systems, Cancer EarlySignal Lab, Flowa, Memphis und TrainBack traten zum entscheidenden Pitch in der Samsung-Ausstellung, die Teil des IFA-Programms ist, im Berliner Humboldt Carré gegeneinander an. Nach dem Idea Camp im Juli hatten die Teams ihre Konzepte weiterentwickelt, Technologien geschärft und an den entscheidenden Details ihrer Lösungen gearbeitet. Im Finale galt es nun, die Jury nicht nur von der Idee, sondern auch von ihrem Potenzial für konkrete gesellschaftliche Wirkung zu überzeugen.
Ideen auf der Bühne, Zukunft im Blick
Im Rahmen der IFA 2026 bot der Abend den passenden Rahmen, um technologische Innovationen und die Menschen dahinter in den Mittelpunkt zu stellen. Durch den Abend führte Sophia Tran, die den sechs Teams die Bühne für ihre Pitches bereitete. In ihren Präsentationen zeigten die Finalist*innen, wie unterschiedlich „Tech for Life“ gedacht werden kann: von der Nutzung von CO₂ als Ressource und der frühzeitigen Erkennung von Umweltgefahren über neue Ansätze für die Krebsfrüherkennung bis hin zu digitaler Unterstützung bei Stottern, intelligenten Wearables und niedrigschwelliger Reha.
Für die Jury bedeutete die Vielfalt der Ansätze zugleich eine anspruchsvolle Aufgabe. Avo Schönbohm, Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Controlling an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Katharina Heby, Head of Innovation Consulting bei ekipa, Christoph Rohde, Head of Transactions bei FASE, und Marc Blunck, Director Sales Operations, Strategy & Supply Chain Management und Teil der AI Crew bei der Samsung Electronics GmbH brachten unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft, Innovation, Impact und Wirtschaft in die Entscheidung ein. Wie viel in den vergangenen Wochen bereits entstanden ist, zeigte sich auch für Peter Höhn, Senior Professional Corporate Citizenship bei Samsung in Deutschland, unmittelbar auf der Bühne: „Seit dem Idea Camp haben die Teams ihre Ideen mit beeindruckender Energie weiterentwickelt. Sie zeigen, wie viel Innovationskraft in jungen Talenten steckt, wenn sie Technologie mit einem klaren gesellschaftlichen Ziel verbinden.“
3 Gewinnerteams starten in die Impact Phase
CO₂ aus der Luft als Ressource nutzen
Mit Air2Growth will ein junges Team einen neuen Weg im Umgang mit CO₂ einschlagen. Mithilfe von Direct Air Capture soll Kohlendioxid direkt aus der Umgebungsluft gewonnen werden. In einem Photobioreaktor verarbeiten Mikroalgen das abgeschiedene CO₂ anschließend weiter. Das daraus entstehende Produkt soll perspektivisch als CO₂-negativer Präzisionsdünger in der Landwirtschaft eingesetzt werden können. Damit verbindet Air2Growth einen technologischen Ansatz zur CO₂-Entnahme mit dem Ziel, landwirtschaftliche Prozesse nachhaltiger zu gestalten.
Krebsfrüherkennung neu gedacht
Das Cancer EarlySignal Lab arbeitet an einem Ansatz, der Krebsfrüherkennung stärker in den Alltag integrieren soll. Zunächst mit Fokus auf Brustkrebs sollen Nutzer*innen mithilfe eines Mikrosamplings selbstständig zu Hause eine Blutprobe entnehmen können. Die darin enthaltenen Biomarker sollen analysiert und mithilfe von AI über längere Zeiträume ausgewertet werden. Veränderungen könnten dadurch früher erkannt und für die weitere medizinische Abklärung nutzbar gemacht werden.
Reha und Prävention digital zugänglicher machen
TrainBack möchte Menschen nach Sportverletzungen einen unkomplizierteren Zugang zu Reha- und Präventionsangeboten ermöglichen. Eine App bündelt dafür strukturierte Übungspläne und soll die Zeit bis zu einem Termin in der Physiotherapie sinnvoll überbrücken. Gleichzeitig möchte TrainBack dazu beitragen, dass Nutzer*innen frühzeitig aktiv werden und Rehabilitation und Prävention stärker in den eigenen Alltag integrieren können.

Von der Idee zur nächsten Entwicklungsstufe
Für die 3 Gewinnerteams von Solve for Tomorrow 2026 beginnt mit dem Pitch Finale die nächste Etappe des Programms. Mit Unterstützung von Expert*innen, Mentor*innen und Partnern sollen sie ihre Ansätze während der nächsten 6 Monate weiterentwickeln, auf ihre praktische Umsetzbarkeit prüfen und die Grundlagen für die nächsten Schritte schaffen. Dafür werden die Teams zweckgebundene Preisgelder von insgesamt 22.500 € sowie ausgewählte Samsung Geräte erhalten.
Auch in diesem Jahr bringt Solve for Tomorrow unterschiedliche Perspektiven zusammen: Hashtag Gesundheit e.V., die Cradle to Cradle NGO und Team Deutschland haben die Teilnehmer*innen bereits während des Idea Camps mit ihrer Expertise unterstützt. Als Umsetzungspartner begleitet ekipa die Teams auch 2026 bei der Weiterentwicklung ihrer Ideen und bringt seine Erfahrung in den Bereichen Open Innovation und Startup-Förderung ein. FASE liefert dem Programm Expertise rund um Impact Investing und wirkungsorientierte Finanzierung.
Die verschiedenen Perspektiven haben den Teams dabei geholfen, ihre Ideen weiter voranzutreiben. Vor allem hat das Pitch Finale aber einmal mehr gezeigt: Junge Menschen haben eine Vielzahl von Ideen, wie bekannte Herausforderungen auf neuen Wegen gelöst werden können. Und diese Ideen sind die Unterstützung wert.
Weitere Informationen zu Solve for Tomorrow finden Sie hier.