Mit konkaver Hightech-Installation: Wie die LBBW ihren Firmensitz für die Arbeitswelt von morgen rüstet
Die Landesbank Baden-Württemberg modernisiert ihren Stammsitz in Stuttgart. Rund 120.000 Quadratmeter Bürofläche werden so Schritt für Schritt für die Zukunft ausgestattet. Bereits fertig ist das LBBW-Forum. Im Mittelpunkt der Hightech-Veranstaltungsfläche steht eine LED-Wand, die aus den Viertel-Cabinets der IEA-F Serie von Samsung besteht. Das Besondere an der Installation ist zum einen das konkave Bild mit einer Auflösung jenseits von 4K, das perfekt mit Architektur, Akustik und Beleuchtung harmoniert. Zum anderen wurden die 168 Cabinets aus statischen Gründen auf einer speziellen Bodenkonstruktion befestigt.

©LBBW ©Johannes Wosilat
In der baden-württembergischen Landeshauptstadt investiert die LBBW in ihre Zukunft und transformiert ihre Konzernzentrale. Seit 2021 wird der Hauptsitz der Landesbank für mehrere Millionen Euro grundlegend modernisiert. Die Generalsanierung des 1990er-Jahre-Baus verläuft etappenweise. So kann der Betrieb ununterbrochen weiterlaufen. Bis Mitte 2027 soll der Umbau abgeschlossen sein. Danach steht mitten in Stuttgart einer der größten Bürokomplexe des Landes – für flexibles, ortsunabhängiges Arbeiten.
Herzstück der neuen Arbeitswelt bei der Landesbank ist das LBBW-Forum. Die Veranstaltungsfläche ist seit Oktober 2023 in Betrieb und bietet Platz für bis zu 400 Gäste. „Die Planungen begannen 2019; zwei Jahre später ging der Umbau los. Dazwischen: Corona“, sagt Thomas Wallner. Er verantwortete die Modernisierung des Forums seitens der LBBW. „Die Pandemie hat die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt – und damit unsere Planung. Wer hat schon vorher von hybriden Meetings gesprochen? Wir mussten schnell und flexibel auf die neuen Gegebenheiten reagieren. Dazu kamen ein knapper Zeitplan, ein enges Budget und ein hoher gestalterischer Anspruch.“
Die Lösung für die Herausforderungen: Eine LED-Installation von Samsung mit konkavem Design. In Rekordzeit und neben anderen Bauarbeiten wurde die 3,78 Meter hohe und 5,75 Meter breite Bildfläche aufgebaut. Sie ermöglicht hybride Hauptversammlungen, ortsunabhängige Meetings sowie hochauflösende Präsentationen und Filmvorführungen. „Eine Installation dieser Art zählt zu den fortschrittlichsten in Europa“, schildert Joachim Kistner von Sonus. Der Medientechnik-Spezialist hat neben der Bildtechnik auch die Raumakustik, die Beschallung und das Event Licht für das Forum neu konzipiert und aufgebaut.
LED Displays der IEA-F-Serie mit einem 1,5 Millimeter Pixelpitch
Für Joachim Kistner stand schnell fest, dass nur die IEA-F Indoor-Serie von Samsung die Ansprüche der Landesbank erfüllen kann. Zumal ein außergewöhnliches Format in 5:3 vom Vorstand gewünscht wurde. Das Seitenverhältnis ermöglicht eine Anzeige in 16:9, während im unteren Bildbereich ein Banner mit firmeneigenen News, Werbeanzeigen und mehr eingeblendet werden kann. Da die IEA-F-Cabinets nur ein Viertel so groß sind wie die Panels der IEA-Serie von Samsung, ließ sich dieser Wunsch einfach umsetzen.
Ein Pixelabstand von 1,5 Millimetern ermöglicht darüber hinaus ein scharfes und detailreiches Bild. Die Technologien Dynamic Peaking und Inverse Tone Mapping sorgen für hohe Helligkeitswerte und starke Kontrastverhältnisse – nahezu ohne Blendeffekte. Hinzu kommen starke Farben auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen im Bildinhalt. Die IEA-F-Serie kann die Farben rot, grün und blau bei dunklen Graustufen präzise wiedergeben, dank eines Algorithmus, der den RGB-Farbraum auch bei dunklen Bildbereichen klar und detailreich darstellen kann. „Jeder Gast ist tief beeindruckt von der Qualität des Bildes. Die LED-Wand ist ein Ereignis für sich“, beschreibt Julia Köhler, Leiterin Veranstaltungsmanagement bei der LBBW.

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Bild allein reicht nicht
Denn bei einer solch großen LED-Installation muss die Wartung und der Austausch der Panels schnell und reibungslos funktionieren. Nicht auszudenken, wenn die komplette Installation demontiert werden müsste, weil ein Modul versehentlich beschädigt wird oder die Lebensdauer von 100.000 Anzeige-Stunden erreicht ist. Daher lässt sich jedes der insgesamt 504 IEA-F-Module einzeln austauschen. Darüber hinaus ist mit dem IEA-F Front Service eine Wartung von vorne möglich. „Beim Bild war uns das Beste gerade gut genug“, bestätigt Joachim Kistner. „Fast noch wichtiger war uns aber, was dahinter passiert.“
Auch jenseits der Bildtechnik wurde an Nutzerfreundlichkeit gedacht. So gibt es ein Tablet mit vorinstallierten Szenarien. Mit einem Fingertipp passen sich Bild, Sound und Beleuchtung dem gewünschten Einsatzzweck an. Selbst technisch Ungeübte können so binnen Sekunden optimale technische Rahmenbedingungen schaffen – ohne Eingriffe in Kabel, Regler oder Menüs. Alle Inhalte – egal ob Film, Präsentation, Liveübertragung oder Konferenzschaltung – werden über zwei Samsung S-Boxen bereitgestellt. Die Digital Signage-Controller übernehmen die zentrale Übertragung und Verwaltung von UHD- und HDR-Inhalten auf mehrere LED-Module. Das Ergebnis ist ein nahezu nahtloses Bild auf der gesamten LED-Fläche.
Einbau in bestehende Architektur
Technisch war schnell klar, wie das System aussehen sollte. Fragezeichen blieben vor allem bei der Installation. Wie integriert man eine tonnenschwere LED-Konstruktion in eine bestehende Architektur? Zumal aus statischen Gründen die Cabinets nicht an der Wand befestigt werden konnten.
Die Antwort kommt von Peerless-AV. Das Unternehmen ist bekannt für innovative Montagelösungen, die eine einfache, schnelle und präzise Installation von LED- und LCD-Displays ermöglichen – auch bei schwierigen räumlichen Bedingungen. Die Expert*innen fertigten für die LBBW eine maßgeschneiderte, konkave Boden-zu-Wand-Installation mit 3-Achsen-Verschiebung und lasergeschnittenen Aufnahmeplatten.

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Die SEAMLESS Bespoke Unterkonstruktion sorgt dafür, dass das Gewicht der LEDs und der Halterungen nicht an der Wand, sondern auf dem Boden verteilt wird. Beides wiegt zusammen fast 2,5 Tonnen. Zugleich ermöglicht die präzise Spezialanfertigung eine perfekte Ausrichtung der Cabinets. So kann ein unterbrechungsfreies, gekrümmtes Bild entstehen, dass sich perfekt in den Raum integriert. „Wir arbeiten hier mit Toleranzen im 100tel-Zentimeterbereich“, sagt Michael Möller, Senior Sales Manager bei Peerless-AV. Eine Woche dauerte die Montage samt Feinjustierung. Der Aufwand hat sich gelohnt: „Wenn man den Raum betritt, stimmt einfach alles – Klang, Licht, Bild, Atmosphäre. Das ist enorm beeindruckend. Mich macht es stolz, dass ich einen Teil dazu beitragen durfte.“
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